18-1116Begrü - Verwendung von gebietsheimischen Materialien bei Begrünungen in der offenen Landschaft

(verpflichtend ab 2020)

Fr, 16. Nov 2018

Seminar

In Deutschland ist die Verwendung von gebietsheimischem Pflanzenmaterial in der freien Landschaft seit 2010 durch das Bundesnaturschutzgesetz § 40 (4) geregelt und in der freien Landschaft ab 2020 zwingend vorgeschrieben. Demnach darf bei Begrünungen außerhalb des besiedelten Raumes nur Pflanzenmaterial verwendet werden, das seinen genetischen Ursprung in der Region hat. Trotzdem ist die Verwendung standortangepasster, regionaler Herkünfte mangels Verfügbarkeit und fehlender Dienstleister bisher nicht gebräuchlich. Überwiegend werden importierte Regelsaatgutmischungen oder gar unbekannte Herkünfte ausgebracht. So sind ein Großteil des bei Rekultivierungen / Begrünungen verwendeten Saatguts Importe - hauptsächlich aus Neuseeland und Kanada - insbesondere Gräser und auch sog. Wildkräuter. Im Rahmen des Seminars wird über die rechtlichen Hintergründe zur Verwendung von gebietsheimischen Materialien aufgeklärt. Weiterhin werden verschiedene Begrünungsmethoden wie Mahdgutübertragung, Aussaat, Pflanzung und Oberbodenübertragung vorgestellt.

Inhalte:

  • Rechtlicher Hintergrund
  • Vegetationskundlicher Hintergrund
  • Methoden zur Einbringung von gebietsheimischem (autochthonem) Pflanzenmaterial
  • Herkunftsregionen und Produktionsräume
  • Vermehrung und Zertifizierung von Saatgut gebietsheimischer Gräser und Kräuter
*

Zeit: 09:00 bis 15:30 Uhr

Zielgruppe(n): Fachkräfte, Führungskräfte

Plätze: 20 Teiln. maximal

Kosten: Mitglieder € 99,00
Nichtmitglieder € 119,00

Anmeldeschluss: Sa, 10.11.2018

Referent(en)

Frau Dipl.-Biol. Christina Grätz
Fa. NagolaRe GmbH

Veranstaltungsort / Plan

LAGF Großbeeren
Theodor-Echtermeyer-Weg 5
14979 Großbeeren

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